Situational Theory: Können großartige Leaders ihren Stil flexen?

Einige Leaders übernehmen gerne die Kontrolle. Andere bevorzugen es zuzuhören und zu unterstützen. Aber was, wenn die besten Leaders diejenigen sind, die ihren Ansatz je nach Situation ändern? Das ist die Hauptidee hinter Situational Theory.

Diese Theorie besagt, dass es keinen einzelnen „richtigen" Weg zu führen gibt. Gute Leadership hängt davon ab, was passiert, wen Sie führen und was sie von Ihnen brauchen. Mit anderen Worten: Großartige Leaders sind flexibel. Sie passen ihren Stil an die Menschen und den Moment an.

Woher die Idee kam

Situational Theory wurde Ende der 1960er Jahre populär, als Teil der breiteren Evolution von Leadership-Theorien. Zwei Leadership-Experten, Paul Hersey und Ken Blanchard, erstellten ein Modell namens Situational Leadership. Es half Leaders zu verstehen, wie sie den besten Ansatz basierend darauf wählen, wie bereit ihre Teammitglieder waren.

Sie gruppierten Leadership-Stile in vier einfache Typen:

  1. Telling: Sie geben klare Anweisungen und leiten die Arbeit eng. Verwenden Sie dies bei Menschen, die neu oder unsicher sind.
  2. Selling: Sie erklären die Gründe hinter Ihren Anweisungen und bieten Unterstützung. Dies funktioniert gut bei Menschen, die einige Skills haben, aber noch Motivation brauchen.
  3. Participating: Sie beziehen das Team in Entscheidungsfindung ein und bieten Ermutigung. Dies passt zu Menschen, die fähig sind, aber an Selbstvertrauen mangeln könnten.
  4. Delegating: Sie lassen das Team die Führung übernehmen und checken gelegentlich ein. Dies passt zu Menschen, die kompetent, selbstbewusst und unabhängig sind.

Die Idee ist, den richtigen Stil basierend auf zwei Dingen zu wählen: Wie viel die Person weiß (Kompetenz), wie motiviert sie sind, die Aufgabe zu tun (Commitment).

Ein einfaches Beispiel

Stellen Sie sich vor, Sie managen zwei Teammitglieder:

  • Emma ist neu. Sie möchte lernen, weiß aber noch nicht, wie sie die Aufgabe machen soll. Sie verwenden den Telling-Stil.
  • James hat diese Aufgabe viele Male gemacht. Er weiß, was zu tun ist, und arbeitet gerne allein. Sie verwenden den Delegating-Stil.

Sie sind derselbe Leader, aber Sie führen sie unterschiedlich, weil ihre Bedürfnisse unterschiedlich sind.

Real-World-Nutzung

Diese Idee ist sehr nützlich für Manager und Gründer, besonders wenn Teams wachsen. Das Verständnis von Management-Skills auf verschiedenen Ebenen hilft Ihnen zu wissen, wann Sie anleiten und wann Sie delegieren sollten.

Satya Nadella, der CEO von Microsoft, ist ein gutes Beispiel für einen situativen Leader. Er passt seinen Ansatz basierend auf den Menschen und Problemen vor ihm an. Bei einigen Teams taucht er in Details ein. Bei anderen hört er zu und lässt sie die Führung übernehmen. Seine Flexibilität half, Microsofts Kultur zu verändern und Ergebnisse zu treiben.

Situational Theory ist praktisch. Sie erinnert Leaders daran, sich der Bedürfnisse ihres Teams bewusst zu bleiben. Sie hilft Ihnen zu vermeiden, denselben Leadership-Stil für alle, die ganze Zeit zu verwenden.

Sie hilft Ihnen auch, Vertrauen aufzubauen. Wenn Menschen sehen, dass Sie verstehen, wo sie sind, und sich anpassen, um ihnen zu helfen, werden sie eher Ihre Führung respektieren und ihr folgen.

Während diese Theorie sehr hilfreich ist, erfordert sie Anstrengung. Sie müssen auf das Skill- und Motivationsniveau jeder Person achten. Das bedeutet Einchecken, Fragen stellen und offen für Veränderung sein. Einige Leaders haben Schwierigkeiten, Stile zu wechseln, weil sie es sich bequem machen, Dinge auf eine Weise zu tun. Das Verständnis von verschiedenen Leadership-Stilen kann Ihnen helfen, Ihre Reichweite zu erweitern.

Aber wenn Sie als Leader wachsen möchten, ist flexibel sein eine Schlüsselfähigkeit. Und es ist eine, die Sie mit Zeit und Praxis lernen können.

Großartige Leadership geht nicht darum, nur einen Stil zu haben. Es geht darum zu wissen, wann man von vorne führt, wann man von der Seite anleitet und wann man zurücktritt. Situational Theory gibt Ihnen eine einfache Möglichkeit, darüber nachzudenken. Und wenn Sie Menschen auf eine Weise führen, die zu ihnen passt, helfen Sie ihnen, ihre beste Arbeit zu leisten. Dieser adaptive Ansatz unterscheidet sich von Transactional Leadership, das sich mehr auf konsistente Regeln und Belohnungen verlässt.

Ein schneller Test für Sie

  • Führe ich alle meine Teammitglieder auf die gleiche Weise?
  • Weiß ich, wer mehr Hilfe braucht und wer besser allein arbeitet?
  • Passe ich meinen Ansatz je nach Aufgabe und Person an?

Wenn Sie zu einer dieser Fragen „nein" geantwortet haben, kann Situational Leadership Ihnen helfen zu wachsen.

Häufig gestellte Fragen zu Situational Leadership Theory