Behavioral Theory: Kann Leadership gelernt werden?

Wenn Sie sich jemals gefragt haben, ob Leadership etwas ist, das Sie lernen können, oder ob es nur eine natürliche Gabe ist, hat Behavioral Theory gute Nachrichten: Großartige Leaders werden nicht geboren; sie werden aufgebaut. Diese Theorie verschiebt den Fokus von wer Leaders sind zu was Leaders tun und macht Leadership zu einem Set von Verhaltensweisen, die jeder studieren, praktizieren und im Laufe der Zeit verbessern kann. Als Teil unserer Einführung in Leadership-Theorien repräsentiert Behavioral Theory einen fundamentalen Wandel in der Art, wie wir über die Entwicklung von Leaders denken.

Über Traits hinausgehen

Während Trait Theory versuchte, persönliche Eigenschaften wie Charisma oder Selbstvertrauen zu isolieren, entstand Behavioral Theory in den 1940er und 50er Jahren als demokratischerer Ansatz. Sie schlug vor, dass wir durch die Beobachtung, wie effektive Leaders handeln, nicht welche angeborenen Eigenschaften sie haben, Leadership besser verstehen und sogar lehren könnten.

Zwei große Forschungsprogramme legten den Grundstein: die Ohio State Leadership Studies und die University of Michigan Studies:

  • Die Ohio-Studien identifizierten zwei primäre Arten von Leadership-Verhalten: Strukturierung initiieren (aufgabenorientierte Verhaltensweisen wie Zielsetzung, Rollenklärung) und Berücksichtigung (beziehungsorientierte Verhaltensweisen wie Zuhören, Respekt zeigen).
  • Die Michigan-Studien hoben ebenfalls zwei ähnliche Dimensionen hervor: job-zentrierte Leadership und mitarbeiter-zentrierte Leadership.

Diese Erkenntnisse prägten, wie Unternehmen heute Manager trainieren. Die Erkenntnis? Starke Leaders balancieren typischerweise Task-Fokus und People-Fokus. Und ja, diese Verhaltensweisen können gelernt werden.

Leadership ist ein Set von Gewohnheiten

Anstatt Leadership als fixe Identität zu sehen, rahmt Behavioral Theory es als Sammlung beobachtbarer Handlungen. Einige der häufigsten und effektivsten Verhaltensweisen umfassen:

  • Klare Anleitung geben
  • Regelmäßiges Feedback bieten
  • Aktiv auf Team-Anliegen hören
  • Anstrengung anerkennen und belohnen
  • Verantwortlichkeiten angemessen delegieren
  • Hohe, aber erreichbare Standards setzen

Weil dies Verhaltensweisen sind, keine mysteriösen Eigenschaften, können sie durch Training, Coaching und reale Praxis gelehrt werden. Leadership wird mehr zu täglichen Gewohnheiten als zu natürlichem Charisma.

Real-World-Beweis: Googles Project Oxygen

Eine der berühmtesten modernen Anwendungen von Behavioral Theory kommt von Google. In den späten 2000er Jahren stellten einige bei Google in Frage, ob Manager viel Wert hinzufügen. Googles People Analytics Team startete Project Oxygen, um das herauszufinden.

Sie studierten Performance-Reviews, Umfragen und Manager-Feedback, um zu identifizieren, was einen großartigen Manager ausmacht. Das Ergebnis war eine Liste von Schlüsselverhalten, wie:

  • Ein guter Coach sein
  • Das Team ermächtigen und nicht mikromanagen
  • Interesse am Erfolg und Wohlbefinden der Teammitglieder zeigen
  • Ergebnisorientiert sein
  • Klar kommunizieren

Sobald diese Verhaltensweisen identifiziert waren, nutzte Google sie als Basis für Manager-Training und Performance-Reviews. Mit der Zeit übertrafen Teams mit Managern, die diese Verhaltensweisen konsequent praktizierten, andere. Kurz gesagt: Leadership-Verhaltensweisen können gelernt werden, und sie sind wichtig.

Warum es für Gründer und Executives wichtig ist

Wenn Sie ein Gründer oder Executive sind, wurden Sie wahrscheinlich basierend auf Performance befördert oder haben andere befördert, nicht basierend auf Leadership-Verhalten. Behavioral Theory ist eine hilfreiche Erinnerung daran, dass Leadership nicht über Seniorität oder Jobtitel geht. Es geht darum, was Sie jeden Tag tun. Das Verständnis dieser Unterscheidung ist entscheidend für jeden, der versucht, zu verstehen, was Leadership wirklich bedeutet.

Viele qualifizierte Builder leisten großartige Arbeit, zeigen aber keine starken Leadership-Verhaltensweisen, werden aber trotzdem zu Leaders befördert. Als Ergebnis verlieren wir einen guten Builder und gewinnen einen schlechten Leader.

Vielleicht sind Sie von Natur aus analytisch, müssen aber am Zuhören arbeiten. Vielleicht sind Sie großartig darin, Menschen zu inspirieren, haben aber Schwierigkeiten, klare Erwartungen zu setzen. Behavioral Theory lädt Sie ein, zu reflektieren und sich zu verbessern.

Sie müssen Ihre Persönlichkeit nicht überholen. Fragen Sie stattdessen:

  • Erkenne ich regelmäßig gute Arbeit an?
  • Gebe ich meinem Team die Klarheit, die es braucht?
  • Wie gut balanciere ich Struktur mit Unterstützung?

Leadership kann wie jede andere Fähigkeit praktiziert werden. Es ist ein Muskel; einer, der mit Nutzung stärker wird.

Abschließender Gedanke

Behavioral Theory berücksichtigt keinen Kontext. Sie nimmt an, dass Verhaltensweisen, die in einem Szenario funktionieren, in allen funktionieren. Das ist nicht immer wahr. Spätere Theorien wie Situational und Contingency Theory erweitern dies. Aber als Ausgangspunkt für persönliches Wachstum bleibt Behavioral Theory eines der handlungsorientiertesten und ermächtigendsten Leadership-Modelle verfügbar.

Wenn Trait Theory Leadership exklusiv wirken ließ, öffnet Behavioral Theory die Tür. Sie sagt, dass jeder, unabhängig von Hintergrund, Persönlichkeit oder Geschichte, ein besserer Leader werden kann, indem er bessere Gewohnheiten lernt. Das ist eine kraftvolle Botschaft, besonders für Leaders in schnelllebigen, wachsenden Organisationen.

Sie müssen nicht als Leader geboren werden. Aber wenn Sie bereit sind zu lernen, zu reflektieren und Ihr Verhalten anzupassen, können Sie absolut einer werden.

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Häufig gestellte Fragen zu Behavioral Leadership Theory